Die Zeitschrift Ost und West erscheint von 1901 bis 1923 in Berlin. Die Intention des Journals ist es, akkulturierten Juden in Westeuropa die kulturelle Leistung des osteuropäischen Judentums zu vermitteln. Ephraim Moses Lilien gestaltet das Titelblatt. E

Migration ist kein ausschließliches Phänomen der Gegenwart. Insbesondere der Blick in die jüdische Geschichte zeigt, dass diese stark durch Wanderungsbewegungen geprägt ist. Um 1900 zieht es viele Juden aus Osteuropa nach Westen – einige von ihnen kommen nach Braunschweig. Dieser Personenkreis macht in der 1920er Jahren rund ein Drittel der jüdischen Gemeinschaft in der Stadt aus und ist heute fast vergessen.
Die Ausstellung Gekommen, um zu bleiben? Jüdische Migranten aus Osteuropa in Braunschweig zeigt auf den Tafeltexten die allgemeine Geschichte dieser so bunten Gruppe. In den Lebensalben erzählt sie aber auch individuelle Lebensge-
schichten des Aufbruchs, Zwischenstopps, der Weiterreise und des Ankommens von Juden aus Osteuropa.
Migration – egal aus welchen Gründen – ist ein Ereignis, welches das Leben eines Menschen völlig verändert. Wie dieser neue Lebensabschnitt in Braunschweig aussieht, steht im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Wir laden Sie herzlich ein zu einer Reise auf den Spuren osteuropäisch-jüdischer Migranten!