EXPO 2000: Brücken in eine neue Welt.

Niedersächsisches Staatsarchiv Wolfenbüttel

Die Ausstellungs wurde von apriori design anhand exemplarisch ausgewählter Lebensgeschichten konzipiert:

Allen ausgewanderten Personen war gemeinsam, dass sie auf Schiffen das Land verließen oder verlassen mussten, häufig von Bremerhaven aus.

Um die 600 qm große Fläche im alten Kornspeicher Wolfenbüttel räumlich zu strukturieren, inszenierten wir „Erzählinseln" aus Schiffsplanken. Hierauf wurden die Geschichten und Schicksale anhand von Originaldokumenten, Objekten, Audiostationen und Bildern dargestellt.

Die Ausstellung zählte zu den sogenannten dezentralen Expo-Projekten der Expo 2000  in Hannover.

 

Weitere Beteiligte neben dem Niedersächsischen Staatsarchiv Wolfenbüttel waren die Stadt Wolfenbüttel, die Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, die Braunschweigische Landschaft e. V, u. a.

Wie präsentiert man den Inhalt von 35 000 Akten in einer Ausstellung?

Jedenfalls nicht, indem man 35 000 Akten ausstellt.

In ca. 2 Jahren Vorbereitungszeit wurde durch das Vorbereitungsteam die Informationsfülle gesichtet. Das Ergebnis waren  Auswanderungs- bzw. Abschiebegründe, die die inhaltliche und damit auch die gestalterische Struktur der Ausstellung vorgaben:

  • Armut und Behördenwillkür
  • Sex and Crime –  lästige Subjekte
  • Neugier, Abenteuerdrang und Idealismus
  • Erfüllte Hoffnung – getäuschte Erwartung
  • Verkaufte Soldaten
  • Entdecker, Forscher, Kaufleute